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Belgische Geschäftsführer- und Verwaltungsratsmandate recherchieren

22. März 2022

Möchten Sie feststellen, welche Geschäftsführer- oder Verwaltungsratsmandate eine Person in Belgien innehat? Dann haben Sie möglicherweise bereits bemerkt, dass das offizielle belgische Handelsregister (Kruispuntbank van Ondernemingen - KBO) keine Suche nach Mandaten anbietet. Sind solche Recherchen in Belgien also unmöglich?

Welche Angaben zu Geschäftsführern sind in Belgien verfügbar?

Beginnen wir mit den Angaben, die die offizielle belgische Handelsregisterdatenbank zu Geschäftsführern bereitstellt. Direkt abrufbar sind in der Regel nur:

  • Name des Geschäftsführers (Vor- und Nachname)
  • Funktion, etwa Direktor oder Geschäftsführer
  • Datum der Bestellung

Informationen zu früheren Geschäftsführern werden also nicht angezeigt. Auch Geburtsdaten oder Wohnanschriften der Geschäftsführer enthält die KBO-Website nicht.

Geburtsdaten und Wohnanschriften von Geschäftsführern finden sich mitunter in Jahresabschlüssen oder Geschäftsberichten, die Unternehmen bei der Belgischen Nationalbank einreichen, oder in Bekanntmachungen im belgischen Amtsblatt. Die Amtsblattmeldungen sind zudem eine wertvolle Quelle, um frühere Geschäftsführer eines Unternehmens zu identifizieren. Auch Beteiligungsverhältnisse lassen sich teilweise über diese Quelle oder über Jahresabschlüsse erschließen.

Und Rückwärtssuchen nach dem Namen eines Geschäftsführers?

Damit bleibt die Ausgangsfrage: Wie lässt sich feststellen, welche Mandate eine Person in belgischen Unternehmen innehat? Kurz gesagt: Es ist möglich, aber nicht über die offizielle Datenbank.

Maddocks Insight hat eine eigene Technologie entwickelt, die Rückwärtssuchen in Handelsregistereinträgen ermöglicht. Wenn Sie Geschäftsführer- oder Mandatsprüfungen in Belgien benötigen, erläutern wir Ihnen diesen Service in einem vertraulichen Gespräch.

Warum eine Rückwärtsrecherche durchführen?

Für solche Recherchen gibt es viele gute Gründe, etwa im Rahmen eines Integrity-Due-Diligence-Projekts, einer Corporate-Intelligence-Untersuchung, einer KYC-Prüfung oder einer ähnlichen Risikobewertung. Die wichtigsten Gründe sind in der Regel:

  • Vermeidung von Interessenkonflikten
  • Erkennen früherer wirtschaftlicher Schwierigkeiten, Insolvenzen oder Konkursverfahren

Vermeidung von Interessenkonflikten

Bei einem Kandidaten für eine Führungsposition oder dem Geschäftsführer eines möglichen Übernahmeziels können nicht offengelegte Beteiligungen oder Interessen an einem Wettbewerber bestehen. In einem solchen Fall ist fraglich, ob die betreffende Person uneingeschränkt im Interesse des einstellenden oder erwerbenden Unternehmens handelt; zumindest kann ein Loyalitätskonflikt vorliegen. Dasselbe gilt, wenn ein Ehepartner oder ein Kind des Kandidaten mit einem Wettbewerber verbunden ist.

Erkennen früherer wirtschaftlicher Schwierigkeiten, Insolvenzen oder Konkursverfahren

Ein Kandidat kann verschwiegen haben, dass er als Geschäftsführer an einem Unternehmen beteiligt war, das in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist oder ein Insolvenzverfahren durchlaufen hat. Eine solche Rolle spricht nicht automatisch gegen eine Einstellung. Wird sie jedoch nicht offengelegt, kann dies erhebliche negative Konsequenzen haben.

In beiden Fällen ermöglicht eine belgische Mandatsrecherche eine belastbarere Risikoeinschätzung.